Der Bolton-Index zeigt, ob im Ober- oder Unterkiefer relativ zu viel Zahnmaterial vorliegt. In CephCalc tragen Sie die mesiodistalen Breiten im Schema ein und sehen sofort den vorderen und den Gesamtquotienten, die Abweichung in Millimetern und ein PDF in der Patientenakte.
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Was der Index misst
Wayne A. Bolton (1958) beschrieb zwei Verhältnisse: die Summe der 6 unteren zu den 6 oberen Zähnen (vorderer Quotient) und 12 zu 12 (Gesamtquotient). Werte über oder unter der Norm zeigen, in welchem Kiefer relativ zu viel Zahnmaterial steckt.
Klinischer Fokus
Zahngrößenverhältnis zwischen den Kiefern — nicht Zahnbogenbreite, nicht skelettale Klasse.
Wann anwenden
Planung von IPR, Restaurationen und Finishing, meist zusammen mit Pont und der Platzbilanz. Skelettale Fragen bleiben dem FRS-Modul vorbehalten.
Richtwerte und Normen
Vorderer Quotient (6/6): Norm etwa 77,2 %
Gesamtquotient (12/12): Norm etwa 91,3 %
Die Abweichung zeigt das Modul in % und in mm Überschuss oder Defizit
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Rechnen Sie mit Ihren eigenen Modellen
Öffnen Sie das Biometrie-Modul in CephCalc, wählen Sie die Gebissphase und tragen Sie die Messwerte für „Bolton“ ein. Das PDF landet in der Patientenakte, direkt neben dem Behandlungsplan.
6/6 (vorderer Quotient) vergleicht Schneidezähne und Eckzähne. 12/12 (Gesamtquotient) bezieht Prämolaren und erste Molaren mit ein. Beide laufen aus demselben Messschema in CephCalc.
Brauche ich ein FRS für den Bolton-Index?
Nein. Nötig sind mesiodistale Breiten aus Modellen oder Scan. Das Fernröntgenseitenbild wird im Nachbarmodul derselben Akte ausgewertet.
Was folgt aus einer Abweichung von der Norm?
Der Index zeigt die Richtung der Diskrepanz. Über IPR, Restaurationen oder Mechanik entscheidet der Behandler anhand von Befund und Behandlungsplan.
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